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NATO rotiert Enhanced Air Policing an der Ostflanke Europas

Ein Pilot in Fluganzug geht auf dem Rollfeld, im Hintergrund zwei graue Kampfflugzeuge bei klarem Himmel.

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NATO-Luftfahrzeuge haben erneut eine Rotation ihrer Einsätze im Taktischen Luftkontingent (DAT) – auch bekannt als Enhanced Air Policing – an der Ostflanke Europas abgeschlossen. Dabei endeten zeitgleich die Stationierungen der Rumänischen Luftwaffe und der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte in Litauen sowie der Einsatz der Royal Air Force in Rumänien. Durch diese Ablösungen bleibt die durchgehende Überwachung des alliierten Luftraums über der Ostsee- und der Schwarzmeerregion gewährleistet – zwei Räume, die weiterhin zentral für die Abschreckungshaltung des Bündnisses sind.

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Rotation der NATO an der Ostflanke Europas: Ostsee und Schwarzes Meer

Zu den Kontingenten, die ihren Einsatz beendeten, zählte vor allem die Rumänische Luftwaffe. Sie operierte vier Monate lang von der Luftwaffenbasis Šiauliai in Litauen aus mit sechs F-16 Fighting Falcon sowie rund einhundert Angehörigen. Eingebunden in das Quick Reaction Alert (QRA)-System standen die Jets dauerhaft in Bereitschaft, um Identifizierungs- und Abfangeinsätze gegen Luftfahrzeuge durchzuführen, die sich dem alliierten Luftraum näherten. Parallel übernahmen sie Überwachungsaufgaben angesichts der erhöhten Luftaktivität und von Vorfällen im Zusammenhang mit Drohnen im Ostseeraum.

Litauen (Šiauliai): Frankreich endet, Italien übernimmt die Baltic Air Policing

Ebenfalls in den ersten Augusttagen beendeten die französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte ihre Beteiligung an der Mission Baltic Air Policing. Im Rahmen dieser Rotation setzte Frankreich vier Rafale-Kampfflugzeuge, mehr als einhundert Einsatzkräfte sowie verschiedene Unterstützungs- und Begleitmittel ein. Vom Standort Šiauliai aus sammelte das französische Kontingent Hunderte Flugstunden und absolvierte Dutzende operative Starts – darunter Alarm-, Ausbildungs- und Abfangeinsätze. Als besonders bedeutsam galt dabei die Reaktion auf registrierte unbemannte Luftbedrohungen in der Region, was die wachsende Relevanz solcher Szenarien innerhalb der NATO-Überwachungsoperationen unterstreicht.

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Mit dem Abschluss der französischen Rotation ging die Verantwortung in Litauen an die Italienische Luftwaffe über, die in Šiauliai eine neue Stationierung mit Eurofighter Typhoon begonnen hat.

Bemerkenswert ist zudem: Am 4. August kam es für die Italienische Luftwaffe zum ersten Kontakt mit zwei Luftfahrzeugen der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte. Dieses Ereignis führte zum ersten Alarmstart des italienischen Kontingents, nachdem die französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte ihre Stationierung beendet hatten.

Rumänien: Ende der RAF-Mission, Spanien setzt DAT fort

Die Rotation betraf gleichzeitig den südöstlichen Abschnitt der Allianz. In Rumänien schloss die Royal Air Force ihre DAT-Mission ab, die von der Luftwaffenbasis Mihail Kogălniceanu aus geführt wurde. Dort waren Eurofighter Typhoon stationiert, um die Luftraumüberwachung über dem Schwarzen Meer zu verstärken. Während des Einsatzes flogen die britischen Kampfjets Dutzende Einsätze im Rahmen von Alarmstarts und Abfangoperationen – als Teil der alliierten Maßnahmen, die nach der Verschärfung der Sicherheitslage in Osteuropa etabliert wurden.

Nach dem Ende dieser Stationierung übernahm in Rumänien das Spanische Luft- und Raumfahrtheer (Ejército del Aire y del Espacio) die Aufgabe: Es löste das britische Kontingent ab und setzt die Überwachungstätigkeit am südöstlichen Flügel fort.

Diese Ablösungen sind Teil des dauerhaften Rahmens von Enhanced Air Policing, den die NATO seit Beginn des Krieges in der Ukraine weiter verstärkt hat. Neben einer höheren Zahl eingesetzter Luftfahrzeuge erweiterte das Bündnis auch die Anzahl genutzter Basen, um eine konstante Luftpräsenz zu sichern und die Reaktionsfähigkeit auf Aktivitäten zu erhöhen, die in der Nähe des alliierten Luftraums als potenziell feindlich bewertet werden.

Die jüngsten Wechsel knüpfen außerdem an Stationierungen anderer alliierter Luftstreitkräfte in den vergangenen Monaten an. So beendeten im europäischen Frühjahr die EF-18M Hornet des Spanischen Luft- und Raumfahrtheeres ihren Einsatz in Litauen und übergaben die Aufgabe dabei ausgerechnet an die Kontingente aus Rumänien und Frankreich. Ebenso hatte zuvor die Luftwaffe ihre Stationierung im Rahmen der Verstärkten Luftpolizei in Rumänien abgeschlossen – ein Hinweis auf das anhaltend hohe Rotationstempo, mit dem die NATO ihre Luftfähigkeiten an beiden Enden der Ostflanke weiter erneuert.

NATO-Luftpolizei

Die Missionen Baltic Air Policing und Enhanced Air Policing zählen zu den wichtigsten Instrumenten der NATO zur luftgestützten Abschreckung an ihrer östlichen Grenze. Durch regelmäßige Ablösungen zwischen den Luftstreitkräften der Mitgliedstaaten hält das Bündnis kontinuierlich kampfbereite Flugzeuge vor, die innerhalb weniger Minuten starten können, um auf jede Verletzung oder jeden Zwischenfall zu reagieren. Damit wird die kollektive Verteidigung sowohl über der Ostsee als auch im Raum des Schwarzen Meeres dauerhaft gestärkt.

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