Vereinbarung in Melbourne für die Royal Australian Navy
Japans Verteidigungsminister und Australiens stellvertretender Premierminister sowie Verteidigungsminister haben sich heute Morgen in Melbourne darauf verständigt, das Beschaffungsverfahren für die ersten drei modernisierten Fregatten der Mogami-Klasse für die Royal Australian Navy zu starten. Dazu unterzeichneten beide Seiten ein Vertragsdokument, das den Bau der genannten Schiffe durch die Werft Mitsubishi Heavy Industries vorsieht; insgesamt ist die Einbindung von elf Einheiten geplant.
Nach Angaben der australischen Regierung „wurde die Unterzeichnung des Vertrags durch die Unterzeichnung des ‚Mogami Memorandum‘ durch den stellvertretenden Premierminister Richard Marles und seinen Amtskollegen, den japanischen Verteidigungsminister Koizumi Shinjirō, begleitet; damit wurde das gemeinsame Bekenntnis der australischen und japanischen Regierungen zur erfolgreichen Lieferung der Mehrzweckfregatten an Australien und zu einer engeren Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie bekräftigt …“.
Zur Einordnung: Im August 2026 hatte Australiens Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass Japans Angebot zur Ausrüstung der Royal Australian Navy mit neuen Fregatten der Mogami-Klasse ausgewählt wurde. Damals betonte das Ressort, der Auswahlprozess sei vor dem Zeitplan abgeschlossen worden, weil die notwendigen Beschaffungsprojekte zügig vorangetrieben werden müssten, um die Fähigkeiten auf dem aktuellen Stand zu halten.
Auswahl zugunsten von Mitsubishi Heavy Industries
Mit der Fregatte der Mogami-Klasse von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte sich der japanische Vorschlag gegen das Angebot des deutschen Schiffbauers Thyssenkrupp Marine Systems durch, der sein Modell MEKO A-200 für das Programm „General Purpose Frigate“ der Royal Australian Navy eingebracht hatte.
Zeitplan und Bauanteile in Westaustralien
Sobald die Verträge unter Dach und Fach sind, wird die Auslieferung der ersten australischen modernisierten Fregatte der Mogami-Klasse für 2029 erwartet. Australien soll sich zudem gemeinsam mit der japanischen Regierung und der Industrie am Bau weiterer Schiffe in Westaustralien beteiligen, „… sobald der Henderson Defence Precinct konsolidiert ist, im Einklang mit dem Bekenntnis der Regierung zum kontinuierlichen Marineschiffbau …“, wie das Ministerium erläuterte.
Modernisierte Fregatte der Mogami-Klasse
Die modernisierte Mehrzweckfregatte der Mogami-Klasse erhält gegenüber der Variante, die derzeit bei der Japan Maritime Self-Defense Force im Dienst steht, mehrere Änderungen. Grundlage dafür sind Anforderungen der Royal Australian Navy an einige der Hauptsysteme, was zu einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen dieser Anpassungen geführt hat.
Laut dem australischen Verteidigungsministerium sollen die modernisierten Fregatten der Mogami-Klasse eine Reichweite von bis zu 10.000 Seemeilen erreichen. Die Besatzung wird nur 92 Personen umfassen, darunter Mannschaften und Offiziere. Bei der Bewaffnung sind die Schiffe mit einem 32-Zellen-Raketenstartsystem für Flugabwehrraketen sowie zusätzlich mit Anti-Schiff-Raketen ausgerüstet. Vom Flugdeck aus können Mehrzweckhubschrauber vom Typ MH-60R Seahawk betrieben werden, die bereits bei der Marine im Einsatz sind.
Titelbild nur zu Illustrationszwecken. Credits: RAN – Danyellah Hill
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