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Operation Epic Fury: Wie der Krieg gegen Iran die US-Raketen- und Abfangsysteme sowie die Rüstungsindustrie belastet

Mann im blauen Overall überprüft eine Raketenkomponente in einer modernen Militärfabrik mit großen Bildschirmen.
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Seit Beginn der Operation Epic Fury, die am 28. Februar vom United States Central Command (CENTCOM) gemeinsam mit Israel gestartet wurde, rückt im aktuellen bewaffneten Konflikt der aussergewöhnlich hohe Umfang an US-Ressourcen und -Mitteln in der Region in den Fokus – darunter mehrere Systeme für Flugabwehr, Raketen und Abfangkörper. Der Krieg gegen Iran hat sich nach Angaben des Office of Management and Budget gegenüber dem US-Kongress auf Ausgaben von rund US$30.000 Millionen belaufen.

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Hoher Bedarf an US-Raketen und Abfangsystemen im Krieg gegen Iran

Vor diesem Hintergrund verwies ein aktueller Bericht der Washington Post auf einen angeblichen Streit zwischen Präsident Trump und seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth, ausgelöst durch Fragen zum Zustand der US-Raketenbestände; später wies das Weisse Haus diese Darstellung zurück. Unabhängig von dieser politischen Episode macht der Vorgang ein grösseres Thema sichtbar: Der Krieg gegen Iran hat offengelegt, wie stark die Nachfrage nach US-Raketen und -Abfangsystemen ist. Das wirkt sich auf strategische Vorräte aus, stellt die industrielle Fähigkeit zur Wiederauffüllung der in der Region eingesetzten Bestände infrage und betrifft zugleich die internationale Nachfrage nach diesen Systemen.

Eingesetzte Systeme: Patriot, THAAD, SM-2/SM-3/SM-6, Tomahawk und PrSM

Im Verlauf des Krieges gegen Iran hat die Vereinigten Staaten zentrale Elemente ihres Raketen- und Luftverteidigungsarsenals eingesetzt, um iranischen Bedrohungen durch ballistische Raketen und unbemannte Systeme zu begegnen. Dazu zählen die maritimen Abfangraketen SM-2, SM-3 und SM-6, bodengebundene Flugabwehrbatterien MIM-104 Patriot sowie die Raketenabwehrsysteme THAAD.

Auf See griffen Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, die in den Trägerkampfgruppen der USS Gerald R. Ford (CVN-78) und der USS Abraham Lincoln (CVN-72) eingesetzt wurden, mit RGM-109 *Tomahawk-Marschflugkörpern an. In diesem Einsatzumfeld kam ausserdem erstmals der Kurzstrecken-Boden-Boden-Flugkörper *PrSM** im Kampfeinsatz zum Einsatz.

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JASSM-ER: Bestände, Verbrauch und Verlegung in den CENTCOM-Verantwortungsbereich

Wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht, seien „etwa zwei Drittel des vorhandenen JASSM-Raketenbestands“ für den Krieg gegen Iran vorgesehen worden. Zudem hätten die US-Streitkräfte in den ersten vier Wochen der militärischen Verlegung bis zu 1000 JASSM-ER eingesetzt.

Diese Lenkwaffen sind auf verschiedene US-Stützpunkte weltweit verteilt; mit Blick auf den Krieg gegen Iran wurden mehrere Einheiten in den Verantwortungsbereich des CENTCOM umverlegt. Das unterstreicht, dass die Vereinigten Staaten ihre Luftverteidigungsstruktur im umkämpften Raum neu ordnen mussten, um die Abwehrfähigkeiten zu stärken.

Kernfrage: die militärische Industriekapazität der Vereinigten Staaten

Der weitreichende US-Aufmarsch wirft zugleich die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Rüstungsindustrie unter den Bedingungen des Krieges auf. Bei einer breiten Nachfragesituation zeigt sich, dass das Produktionstempo der Raketenindustrie nicht deckungsgleich mit den aktuellen operativen Anforderungen ist; kurzfristig wird dadurch die Ausstattung und Wiederbeschaffung für Waffensysteme ausgebremst.

Vor diesem Hintergrund hat die US-Regierung verschiedene Schritte eingeleitet, um die Produktionsmöglichkeiten der heimischen Lieferkette zu adressieren. So hat zuletzt das Department of War neue Rahmenvereinbarungen mit Northrop Grumman und Lockheed Martin unterzeichnet, um die Entwicklungskapazität für kritische Komponenten der Systeme Patriot und THAAD zu erhöhen. Weitere Schlüsselverträge betreffen Raytheon zur Fertigung von Tomahawk, AMRAAM, SM-3 und SM-6 – vorgesehen zur Ausrüstung der US-Streitkräfte sowie verbündeter Staaten.

Insgesamt gerät die militärische Industriekapazität unter Druck: Einerseits müssen die materiellen Mittel ersetzt werden, die bereits in den Einsatz geflossen sind, andererseits sind Verteidigungsverpflichtungen gegenüber strategischen Partnern und internationalen Verbündeten zu erfüllen. Als Beispiel haben die Vereinigten Staaten und Japan vereinbart, die Produktion der SM-3 Block IIA zu vervierfachen – im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit und mit Blick auf Abschreckungsstrategien im Asien-Pazifik.


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