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Royal Navy beobachtet RFS Neustrashimy vor Plymouth
Das Vereinigte Königreich verfolgte die jüngste Scharfschießübung der russischen Marine aufmerksam, nachdem das Manöver gestern rund 40 Seemeilen (etwa 74 km) südlich von Plymouth stattfand. Damit reiht sich der Vorfall in die anhaltenden Spannungen zwischen London und Moskau ein. Auffällig war zudem der Zeitpunkt: Die Übung fiel in die Phase des jüngsten Regierungswechsels, bei dem Premierminister Andrew Burnham Keir Starmer ablöste. Mehrere britische Medien werteten dies als bewusst gesetztes Signal an die neue Regierung.
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Beteiligte Einheiten und Überwachung aus der Luft
Wie sowohl aus Moskau als auch aus London berichtet wurde, führte die RFS Neustrashimy, eine Fregatte der russischen Baltischen Flotte, die Übung durch. Die Royal Navy verfolgte die Aktivität mit dem Offshore-Patrouillenschiff HMS Tyne. Nach den vorliegenden Angaben war die britische Seite zuvor von der russischen Einheit über die geplante Scharfschießübung informiert worden.
Darüber hinaus soll Frankreich Luftaufklärungsmittel eingesetzt haben, um den Ablauf zu beobachten. In der Umgebung seien ausserdem Typhoon-Kampfjets der Royal Air Force im Einsatz gewesen.
Sicherheitsabstände, Dauer und rechtliche Einordnung im Englischkanal
Durch die Vorabinformation konnte das britische Schiff den Abstand zur russischen Fregatte erhöhen, um das Unfallrisiko zu reduzieren: von etwa 2 Seemeilen (ca. 3,7 km) auf ungefähr 5 Seemeilen (rund 9,3 km). Da sich die RFS Neustrashimy während des gesamten Ereignisses in internationalen Gewässern befand, kamen britische Stellen zu der Einschätzung, dass die Scharfschießübung der russischen Marine im Rahmen der geltenden internationalen Regelungen lag.
Obwohl das Manöver lediglich 30 Minuten dauerte, löste es im Vereinigten Königreich dennoch Besorgnis aus – vor allem wegen des Ortes im Englischkanal, einem der weltweit am stärksten befahrenen Seewege. Britische Analysten argumentierten, dass solche Aktivitäten Teil einer umfassenderen Strategie Moskaus seien: militärische Präsenz in unmittelbarer Nähe von NATO-Staaten zu zeigen, politische Botschaften zu senden und zugleich die Fähigkeiten des Bündnisses zur Beobachtung und Reaktion zu testen.
Politischer Kontext in London: neue Regierung und Verteidigungslinie
Auch in London wurde der Zeitpunkt der Übung aufmerksam registriert, weil sie mit dem Amtsantritt der neuen Regierung zusammenfiel. Beobachter verwiesen in diesem Zusammenhang auf Wes Streeting, den neu ernannten Verteidigungsminister. Er übernahm das Ressort nach einer politischen Laufbahn, die bislang vor allem von Gesundheitspolitik geprägt war, hat jedoch wiederholt die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine als Reaktion auf die russische Invasion befürwortet.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass er sich mehrfach für höhere britische Investitionen in die Streitkräfte und in die nationale rüstungsindustrielle Basis ausgesprochen hat – selbst dann, wenn dafür Mittel aus anderen Bereichen der Regierungsarbeit umgeschichtet werden müssten.
Vorangegangener Zwischenfall: RFS Admiral Grigorovich und die Yacht Bright Future
Der aktuelle Vorfall ereignete sich ausserdem nur etwas mehr als einen Monat nach einer weiteren Konfrontation mit einem russischen Kriegsschiff in derselben Region. Damals soll die Fregatte RFS Admiral Grigorovich Warnschüsse abgegeben haben, während die zivile Yacht Bright Future zwischen der Isle of Wight und der französischen Küste unterwegs war.
Russische Behörden erklärten, die Yacht habe mehrfach Aufforderungen erhalten, den Kurs zu ändern, um eine mögliche Kollision zu vermeiden. Die Crew des Schiffs gab hingegen an, keinerlei Hinweise wahrgenommen zu haben, die auf ein entsprechendes Risiko hindeuteten.
Bilder dienen nur zu Illustrationszwecken.
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