Die Vereinigten Staaten versuchen, für ihre Unternehmen eine Rolle beim Bau des neuen Flughafens Bishoftu zu sichern. Das Vorhaben wird von Ethiopian Airlines geführt und ist mit 12,5 Milliarden US-Dollar bewertet.
Der Bau, der im Januar begonnen hat, umfasst vier Start- und Landebahnen. Der Standort liegt rund 45 km südöstlich von Addis Abeba. Ziel ist es, den Flughafen bis 2030 zum „Dubai Afrikas“ auszubauen.
Mark Mitchell, stellvertretender Unterstaatssekretär im US-Handelsministerium (Department of Commerce) für den Nahen Osten und Afrika, sagte während einer virtuellen Pressekonferenz beim Africa Logistics and Communications Symposium in Addis Abeba, die USA seien „aktiv bemüht, eine amerikanische Beteiligung“ am Projekt Bishoftu sicherzustellen.
Welche Aufgaben US-Unternehmen konkret übernehmen könnten, führte er nicht aus. Er verwies jedoch auf die Option, die Flotte von Ethiopian Airlines durch zusätzliche Boeing-Flugzeuge zu erweitern, ausgerüstet mit Triebwerken von GE Aerospace.
Im April teilte Ethiopian Airlines mit, sechs weitere Boeing 787-9 Dreamliner zu kaufen – zusätzlich zu den 20 bereits bestellten Maschinen. Die Afrikanische Entwicklungsbank sagte zudem zu, 500 Millionen US-Dollar in das Projekt zu investieren, und koordiniert die Bemühungen, insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren, um die Umsetzung zu ermöglichen.
Der CEO von Ethiopian Airlines, Mesfin Tasew, erklärte, dass Finanzinstitute aus den Vereinigten Staaten Interesse an einer Beteiligung gezeigt hätten. Darüber hinaus will das US-Handelsministerium die Zusammenarbeit mit dem äthiopischen Institut für Künstliche Intelligenz stärken – als Teil einer Strategie, den Export amerikanischer KI-Technologien zu fördern.
Der US-Vorstoss erfolgt vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbs um Einfluss und Infrastrukturinvestitionen in Afrika – insbesondere angesichts der wachsenden Präsenz Chinas und weiterer globaler Mächte auf dem Kontinent.
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