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JS Chōkai testet Tomahawk-Marschflugkörper: Japan baut Langstreckenangriffsfähigkeit aus

Marineoffizier beobachtet Raketenstart von Bord eines Kriegsschiffs mit japanischer Flagge auf offenem Meer.

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Am 29. Juli führte der Zerstörer JS Chōkai der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte einen scharfen Erprobungsschuss mit einem Tomahawk-Marschflugkörper durch. Mit dieser Bewertung wird die Leistungsfähigkeit des Systems aus der Perspektive der japanischen Einheit verifiziert. Derzeit befindet sich die Chōkai in den Vereinigten Staaten, nachdem die Integration des Tomahawk-Systems abgeschlossen wurde – eine Fähigkeit, die Japan künftig Langstreckenangriffe ermöglichen soll.

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JS Chōkai und Tomahawk: Integration des Systems in den USA

Im September 2025 begann die Chōkai ihre Verlegung in die Vereinigten Staaten – mit einer geplanten Aufenthaltsdauer von einem Jahr –, um neue Raketenfähigkeiten in ihr Waffensystem zu integrieren. Die Entsendung erfolgt im Rahmen des Vorhabens zum Erwerb von 400 Flugkörpern RGM-109E Block IV und Block V aus den USA. Das Projekt wurde im Januar 2024 angestoßen; dafür ist ein Betrag von USD 1.700 millones US-Dollar vorgesehen. Die anfängliche Genehmigung umfasste die Waffenübertragung sowie Ausbildung, technische Unterstützung und logistische Leistungen zur Einführung der Tomahawk-Systeme an Bord der AEGIS-Zerstörer der Kongō-Klasse.

Ende März wurden die neuen Langstreckenfähigkeiten der Chōkai durch die Stationierung der Marschflugkörper an Bord praktisch eröffnet. Damit wurde der Zerstörer zum ersten Schiff der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte, das das Tomahawk-System integriert. Mit Blick auf die Vereinbarung sieht der vom japanischen Verteidigungsministerium kommunizierte Zeitplan vor, dass im laufenden Jahr Schusstests durchgeführt werden.

Zusammenarbeit mit der US Navy bei der jüngsten Startkampagne

Bei der jüngsten Startkampagne arbeitete Japan mit der US Navy zusammen. Dies gilt als wesentlicher Schritt, um die volle Einsatzreife des Zerstörers „Chōkai“ für den Einsatz der Tomahawk-Marschflugkörper voranzubringen.

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Verstärkung der Langstreckenangriffsfähigkeiten

Im Zuge der Überprüfung der japanischen Nationalen Sicherheitsstrategie gewann das Beschaffungsprogramm für US-Marschflugkörper zusätzlich an Gewicht – vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit Nordkorea und Nachbarstaaten. Japan verfolgt dabei eine Linie, die den Ausbau von Langstreckenangriffsfähigkeiten vorsieht, um regionale Bedrohungen abschrecken zu können. Zu diesem Ansatz zählen mehrere Maßnahmen, darunter die Stationierung von Boden-Luft-Raketen auf Yonaguni, einem zentralen Überwachungsstandort für die nationalen Streitkräfte.

Im November 2023 erteilte die US-Regierung die Genehmigung für den Verkauf der Tomahawk-Flugkörper an Japan. Diese Systeme können von Schiffen, U-Booten und landgestützten Plattformen gestartet werden und sind in der Lage, Ziele aus einer Entfernung von 1.000 miles (etwa 1.600 kilometers) zu erreichen. Bei den beschafften Varianten verfügt Block IV über ein Datenlink-System, das eine Zieländerung während des Fluges ermöglicht. Block V – einschließlich seiner Varianten – bringt neue Technologien für Navigation, Kommunikation und Angriffsfähigkeit mit.

Mit der Indienststellung der Tomahawk-Marschflugkörper vergrößert die Japanische Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte ihre Reichweite für Angriffe über große Distanzen deutlich. Diese Fähigkeit ist insbesondere im Indo-Pazifik von hohem Wert – gerade mit Blick auf die Herausforderungen, die sich aus der Expansion der chinesischen Streitkräfte in der Region ergeben.

Titelbild: Verteidigungsministerium Japans


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