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Die Japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte mussten erneut ihre Mittel zur Überwachung und Reaktion aktivieren, nachdem sich abermals russische Aufklärungsplattformen in der Nähe des japanischen Luft- und Seegebiets zeigten. Dieses Mal meldete das japanische Verteidigungsministerium die Erfassung eines russischen Elektronikaufklärers Ilyushin Il-20 „Coot-A“. Nur zwei Tage zuvor war bereits die Passage eines russischen Aufklärungsschiffs der Vishnya-Klasse (Projekt 864) durch die Sōya-Strasse beobachtet worden.
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Ein russischer Il-20 operierte erneut nahe dem japanischen Luftraum
Nach Angaben des japanischen Gemeinsamen Stabs startete am 24. Juli ein Il-20 für elektronische Aufklärung vom russischen Festland, überquerte das Ochotskische Meer und ging anschliessend in den Pazifik über. Der Flug führte bis in die Nähe der Küste der Präfektur Miyagi, bevor die Maschine auf derselben Route umkehrte und zurückflog.
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Als Reaktion darauf ordnete die Luftselbstverteidigungsstreitkraft Japans (JASDF) den Start von Abfangjägern im Alarmauftrag an, vor allem aus dem Zuständigkeitsbereich der Nördlichen Luftselbstverteidigung. Ziel war es, das Flugzeug zu identifizieren, zu verfolgen und während des gesamten Flugprofils kontinuierlich zu überwachen.
Die Il-20 zählt zu den wichtigsten russischen Plattformen für elektronische Aufklärung (ELINT) und Signalaufklärung (SIGINT). Sie verfügt über Sensorik, die Radar-Emissionen, Kommunikationsverbindungen und andere elektronische Systeme abfangen kann, und ist zudem für fotografische Aufklärung sowie für maritime Überwachungsaufgaben einsetzbar.
Auch ein russisches Aufklärungsschiff wurde erfasst
Der Luftraumvorfall ereignete sich lediglich zwei Tage, nachdem das japanische Verteidigungsministerium die Präsenz eines russischen Marine-Aufklärungsschiffs der Vishnya-Klasse gemeldet hatte. Das Schiff wurde dabei identifiziert, wie es ostwärts durch die Sōya-Strasse (La Pérouse) fuhr, die die japanische Insel Hokkaidō von der russischen Insel Sachalin trennt.
Während der Passage wurde die Einheit durch das Patrouillenschiff P-5 Kumataka begleitet, das dem 5. Patrouillengeschwader der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkraft (JMSDF) angehört. Dieses übernahm während des Transits die Überwachungs- und Aufklärungsaufgaben gegenüber dem russischen Schiff.
Schiffe der Vishnya-Klasse sind auf die Gewinnung elektronischer Aufklärung spezialisiert und operieren häufig in der Nähe strategisch relevanter Räume, um Radar-Emissionen, militärische Kommunikation und weitere elektromagnetische Parameter zu erfassen.
Eine Aktivität, die den Druck auf Japan aufrechterhält
Die jüngste Episode reiht sich in eine auffällig hohe russische Militäraktivität ein, die in den vergangenen Wochen rund um Japan verzeichnet wurde. Vor einigen Tagen hatte Tokio zudem einen strategischen Bomber Tu-95MS, eskortiert von einem Jagdflugzeug Su-35 über dem Japanischen Meer, festgestellt – was erneut den Start von JASDF-Maschinen erforderlich machte.
Auch wenn dieses Mal Plattformen im Fokus standen, die gezielt der Informationsgewinnung dienen, zeigt die Abfolge von Flügen und Seepatrouillen die anhaltende russische Militärpräsenz im Westpazifik. Parallel hält Japan ein hohes Niveau der Luft- und Seeüberwachung aufrecht, um diese Bewegungen zu beobachten – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender gemeinsamer Aktivitäten russischer und chinesischer Kräfte in der Region.
Titelbild ausschliesslich zu Illustrationszwecken verwendet
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