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Dekret 536/2026: Argentinische Marine genehmigt FRATERNO XXXIX, VIEKAREN XXVI, UNITAS LXVII und PASSEX 2026

Marineoffizier auf Schiff beobachtet mit Fernglas zwei Marineschiffe auf Meer mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund

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Die nationale Regierung hat mit dem Dekret 536/2026, das an diesem Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht wurde, sowohl die Einreise ausländischer Truppen nach Argentinien als auch die Ausreise argentinischer Soldatinnen und Soldaten genehmigt. Hintergrund sind vier internationale Militärübungen, die zwischen August und Oktober 2026 stattfinden sollen. Vorgesehen sind kombinierte Aktivitäten mit Brasilien, Chile, den Vereinigten Staaten und weiteren amerikanischen Seestreitkräften, mit dem Ziel, Interoperabilität, gemeinsame Ausbildung und regionale Zusammenarbeit zu stärken.

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Die Genehmigung umfasst die Übungen FRATERNO XXXIX, VIEKAREN XXVI, UNITAS LXVII und PASSEX 2026. Alle sind Bestandteil des für dieses Jahr vorgesehenen Programms kombinierter Übungen. Inhaltlich reichen die Vorhaben von See- und Luftseeoperationen über amphibische und U‑Boot‑Abwehr‑Szenarien bis zu Suche und Rettung; zudem sind Lagen rund um humanitäre Hilfe und Krisenreaktion abgedeckt.

FRATERNO XXXIX: Argentinien empfängt erstmals eine Fregatte der Tamandaré-Klasse

Vom 10. bis 24. August führen die Argentinische Marine und die brasilianische Marine eine weitere Ausgabe der traditionellen Übung FRATERNO durch. Das Format existiert seit 1978 und gilt als eine der wichtigsten bilateralen Aktivitäten beider Marineinstitutionen.

Die brasilianischen Einheiten laufen zunächst die Marinebasis Puerto Belgrano an. Dort erfolgen die Vorabstimmungen, bevor die Seefasen beginnen. Nach Abschluss der Operationen endet der gemeinsame Einsatz in der Marinebasis Mar del Plata.

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Auf argentinischer Seite ist die Teilnahme eines Zerstörers des Typs MEKO 360 vorgesehen, ergänzt um zwei Korvetten des Typs MEKO 140, ein Hochsee-Patrouillenschiff (OPV) der Bouchard-Klasse, das Logistikschiff ARA *Patagonia* sowie ein Drehflügler für Überwachungsaufgaben und zwei Starrflügler für die maritime Aufklärung. Zusätzlich werden Stabspersonal und Fachkräfte eingebunden, die die für die Übungsdurchführung vorgesehene Organisation verstärken.

Brasilien setzt seinerseits eine Fregatte der Tamandaré-Klasse ein – als besonderer Blickfang dieser Ausgabe, da sie zur neuen Generation brasilianischer Eskorteinheiten gehört. Hinzu kommen eine Fregatte der Niterói-Klasse, das U‑Boot‑Rettungsschiff *Guillobel* und ein U‑Boot der Riachuelo-Klasse sowie Stabspersonal, U‑Boot‑Besatzungen, Marineflieger und weitere Spezialisten.

VIEKAREN XXVI: Argentinien und Chile trainieren erneut im Beagle-Kanal

Zwischen dem 24. und 28. August veranstalten die Marinen Argentiniens und Chiles eine neue Ausgabe der Übung VIEKAREN. Sie ist gezielt auf das kombinierte Training in maritimer Suche und Rettung, Kontrolle des Seeverkehrs und Notfallreaktion im südlichen Einsatzraum ausgerichtet.

Der Schwerpunkt liegt im Beagle-Kanal. Dort stellen beide Staaten eine binational zusammengesetzte Naval Task Force auf, um die Hilfeleistung für ein havariertes Schiff zu simulieren. Das Szenario umfasst Bergungs- und Rettungsmaßnahmen, Eindämmung von Meeresverschmutzung sowie die Koordinierung des Schiffsverkehrs.

Argentinien beteiligt sich mit einem Schnellboot der Intrépida-Klasse, zwei schnellen Patrouillenbooten der Dabur-Klasse, einem Hochsee-Patrouillenschiff, einem Seeüberwachungsflugzeug Beechcraft B-200 Cormorán sowie Personal des Área Naval Austral. Chile bringt zwei Mehrzweck-Patrouillenschiffe, zwei Mehrzweck-Boote und einen Hubschrauber UH-05 Bolkow ein; damit wird eine binationale Kraft gebildet, die Verfahren der Suche, Rettung und maritimen Bergung einübt.

Darüber hinaus nimmt Chile mit Mehrzweck-Patrouillenschiffen, Unterstützungsbooten und einem Hubschrauber UH-05 Bolkow teil, wobei der Betrieb von Puerto Williams aus erfolgt.

UNITAS LXVII: Die Argentinische Marine wird erneut nach Peru verlegen

Das Dekret schließt auch Argentiniens Teilnahme an UNITAS LXVII ein, der ältesten multinationalen Marineübung des Kontinents. Die Ausgabe 2026 wird von der peruanischen Kriegsmarine zwischen August und Oktober organisiert; als Hauptphase sind Operationen vom 10. bis 24. September vor dem Hafen von Callao vorgesehen.

Neben Argentinien und Peru nehmen Seestreitkräfte aus folgenden Ländern teil: Vereinigte Staaten, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Dominikanische Republik, Guatemala, El Salvador, Honduras, Panama, Paraguay, Bolivien sowie Japan.

Für 2026 plant die Argentinische Marine, einen Zerstörer des Typs MEKO 360 mit eingeschifftem Hubschrauber Fennec zu entsenden. Begleitet wird der Einsatz durch Personal des Kommandos der Hochseeflotte, Kräfte der Amphibischen Brigade der Marineinfanterie (BRIM) sowie des Kommandos für spezielle Seestreitkräfte (COFE). Diese Kräfte wirken sowohl in den Seephasen als auch bei den amphibischen Anteilen der Übung mit.

Zum Übungsprofil gehören Luftverteidigung, Überwasserkriegsführung, U‑Boot‑Abwehr, amphibische Operationen, Krisenstabilisierung und humanitäre Hilfe in einem multinationalen Szenario, das an eine Mission der Vereinten Nationen angelehnt ist.

PASSEX 2026 ergänzt die internationale Ausbildung

Schließlich erlaubt das Dekret auch die Durchführung von PASSEX 2026. Dabei handelt es sich um ein Ausbildungsformat, das aus Gelegenheitsmanövern zwischen Schiffseinheiten verschiedener Staaten während Verlegungen oder operativer Transitfahrten besteht. Diese Aktivitäten dauern zwar deutlich kürzer als die zuvor genannten Übungen, ermöglichen jedoch das Training gemeinsamer Verfahren: Kommunikation, taktische Manöver, Informationsaustausch sowie Abstimmung zwischen Marinen. Auf diese Weise wird die Interoperabilität unter realen Navigationsbedingungen gefestigt.

Mehr als zwei Monate internationale Aktivität für die Argentinische Marine

Mit den erteilten Genehmigungen wird die Argentinische Marine zwischen August und Oktober einen eng getakteten internationalen Kalender verfolgen – sowohl als Gastgeberland als auch mit ins Ausland verlegten Einheiten. Das Spektrum der geplanten Übungen reicht von hochintensiven Seeoperationen bis hin zu Suche und Rettung, humanitärer Hilfe, Seeverkehrskontrolle und amphibischen Operationen; damit werden die Mechanismen regionaler Zusammenarbeit mit den wichtigsten Seestreitkräften des Kontinents weiter gefestigt.

Als markante Punkte der Ausgabe 2026 gelten zudem die Einbindung von Einheiten jüngster Indienststellung in Brasilien – etwa der Fregatte Tamandaré – sowie eine erneute argentinische Verlegung zu UNITAS, das als wichtigste multinationale Marineübung der westlichen Hemisphäre gilt.


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