Japan übergibt der Marine der Philippinen fünf Küstenradarsysteme
Am Mittwoch, dem 11. Februar, hat die japanische Regierung der Marine der Philippinen fünf Küstenradarsysteme überlassen, um Manilas maritime Lagebilderstellung zu stärken – vor dem Hintergrund der anhaltend aggressiven Schritte Chinas in der Region.
Die Radaranlagen sind Teil des Programms Official Security Assistance (OSA) für das Haushaltsjahr 2023. Das Paket hat einen Umfang von 600 Millionen Yen beziehungsweise rund 228 Millionen philippinischen Pesos und umfasst neben den Radarstationen auch Überwachungs- und Monitoring-Ausrüstung, Kommunikationssysteme sowie weitere unterstützende Komponenten.
Spannungen im Südchinesischen Meer und der operative Nutzen der Radare
Die Übergabe fällt in eine geopolitisch angespannte Phase für die maritime Sicherheit im Südchinesischen Meer, das Peking vollständig für sich beansprucht, und im Westphilippinischen Meer – so bezeichnet das Land die Seegebiete innerhalb seiner Ausschließlichen Wirtschaftszone.
In diesem Umfeld kam es wiederholt zu aggressiven Annäherungen der chinesischen Küstenwache und chinesischer Kriegsschiffe an philippinische Boote. Mit den neuen Küstenradaren kann die Detektionsabdeckung ausgeweitet und Bewegung in Echtzeit verfolgt werden, wodurch sich die Reaktionsfähigkeit Manilas verbessern soll.
Weitere Japan–Philippinen-Kooperation und Modernisierungspläne
Mit dieser Zusammenarbeit erhält die Philippinen OSA bereits im dritten Jahr in Folge. Das macht Manila zu einem der wichtigsten Partner Tokios im Bereich maritimer Sicherheit und unterstreicht die gemeinsame Priorität, die Verteidigung im Indo-Pazifik zu stärken.
Parallel dazu prüft die philippinische Marine weitere Modernisierungsvorhaben – darunter eine mögliche Beschaffung von drei Zerstörern der Abukuma-Klasse, die Japan außer Dienst stellen will. Zudem wurde auch Interesse an Mitsubishi F-2-Kampfflugzeugen der Japan Air Self-Defense Force geäußert, als Teil der geplanten Erneuerung der Kampfflugzeugflotte der philippinischen Luftwaffe.
Bei der Übergabezeremonie betonte Japans Botschafter Kazuya Endo: „Das Südchinesische Meer ist eine lebenswichtige Seeverbindung für viele Länder, über die ein großer Teil unseres Handels und unserer Energieversorgung läuft. Deshalb sind die Sicherheit, die Offenheit und die Stabilität dieser Gewässer von unmittelbarer Bedeutung für unsere eigene Sicherheit und unseren Wohlstand“.
Der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. erklärte seinerseits, er wolle die Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter vertiefen, und bekräftigte: „Japans Ansatz in seinen bilateralen Beziehungen zu den Philippinen ist in Aufrichtigkeit und grundlegenden Werten verwurzelt. […] ein Partnerland wie Japan wird vom philippinischen Volk mit einer herzlichen Umarmung empfangen“.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen