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Die Streitkräfte der Philippinen, die Japan Maritime Self-Defense Force (JMSDF) und die US Navy haben vom 21. bis 25. Juli eine weitere Ausgabe der Multilateral Cooperative Maritime Activity (MMCA) innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Philippinen abgeschlossen, wie das US-amerikanische Indo-Pacific Command (INDOPACOM) mitteilte. Das prägende Merkmal dieser Runde – und der wesentliche Unterschied zu früheren Durchgängen – war, dass das fünftägige Programm erstmals auch Ausbildung in der U-Boot-Abwehr (ASW) umfasste, zusätzlich zum Training standardisierter Verfahren und taktischer Abläufe. In einem Einsatzraum, in dem die U-Boot-Aktivität der chinesischen Marine der Volksbefreiungsarmee (PLAN) stetig zunimmt, ist die Signalwirkung dieser Ergänzung selbsterklärend.
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MMCA: Beteiligte Seestreitkräfte und Schiffe
Den maritimen Teil der Aktivität bildeten der Zerstörer der Murasame-Klasse JS Yudachi (DD-103) der JMSDF, die Lenkwaffenfregatte der José-Rizal-Klasse BRP Antonio Luna (FFG-15) der Philippinischen Marine, das Patrouillenschiff der Parola-Klasse BRP Malabrigo (MRRV 4402) der Philippinischen Küstenwache sowie das Littoral Combat Ship der Independence-Klasse USS Santa Barbara (LCS-32), das im Einsatzgebiet der 7. Flotte rotierend stationiert ist. Von der US Navy veröffentlichte Aufnahmen zeigen, wie diese vier Einheiten am 24. Juli in Formation fahren – genau jene Bildsprache, die solche Aktivitäten bewusst erzeugen sollen.
Luftkomponente und neuer Schwerpunkt U-Boot-Abwehr (ASW)
Bei den Luftfahrzeugen zeigte sich die größte Bandbreite an Fähigkeiten und Plattformen. Die Philippinische Luftwaffe setzte zwei FA-50-Kampfflugzeuge, zwei leichte Erdkampfflugzeuge A-29B Super Tucano, ein C-208B-Aufklärungs-, Überwachungs- und Aufklärungsflugzeug (ISR) sowie einen Sokol-Such- und Rettungshubschrauber ein; die Philippinische Marine ergänzte einen eingeschifften Hubschrauber AW109. Die Vereinigten Staaten brachten zudem ein Seeaufklärungsflugzeug P-8A Poseidon des Patrol Squadron VP-26 ein – genau die Plattform, die mit ihrer Fähigkeit zur U-Boot-Erfassung und -Verfolgung den neu aufgenommenen ASW-Anteil der Übung inhaltlich trägt.
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Übungsinhalte: Taktische Interoperabilität und Versorgung
Abgesehen von der ASW-Neuerung lag der Schwerpunkt der MMCA auf taktischer Interoperabilität: Versorgung auf See (replenishment-at-sea), vertikale Versorgung per Hubschrauber, Operationen zur Maritime Domain Awareness sowie Divisionstaktiken. Solche Verfahren bestimmen, ob Verbände unterschiedlicher Nationen tatsächlich als eine geschlossene Formation agieren können – insbesondere die Versorgung auf See zählt zu den technisch anspruchsvollsten und am wenigsten improvisierbaren Manövern im maritimen Repertoire. Erst die kontinuierliche Wiederholung dieser Abläufe trennt eine belastbare Einsatzkoalition von einer rein diplomatischen Bekundung.
Strategischer Rahmen: Südchinesisches Meer, chinesischer Druck und INDOPACOM
Das Umfeld, in dem die Aktivität stattfand, verleiht ihr zusätzliches Gewicht. Seit 2023 werden die MMCA mit zunehmender Regelmäßigkeit durchgeführt und sind zu dem Instrument geworden, mit dem Manila die Verteidigung seiner maritimen Rechte gegenüber dem chinesischen Druck im Südchinesischen Meer internationalisiert – indem Partner mit erstklassigen Seestreitkräften innerhalb der eigenen AWZ eingebunden werden. Die Juli-Ausgabe folgte nur wenige Tage, nachdem die Philippinen öffentlich eine weitere Aggression der Chinesischen Küstenwache gegen philippinisches Personal in der Nähe ihres wichtigsten Vorpostens auf den Spratly-Inseln angeprangert hatten. In der INDOPACOM-Mitteilung wird betont, dass die Aktivitäten im Einklang mit dem Völkerrecht und unter angemessener Berücksichtigung von Sicherheit, Navigationsrechten und den Freiheiten aller Nationen durchgeführt werden – eine Formulierung, die im diplomatischen Sprachgebrauch des Pentagon direkt auf jene maritimen Ansprüche zielt, die Peking faktisch über nahezu das gesamte Seegebiet erhebt.
Die 7. Flotte, als größte vorwärts stationierte nummerierte Flotte der US Navy, hält das Tempo dieser Aktivitäten im Rahmen der Aufrechterhaltung ihrer regionalen Präsenz aufrecht. Dass sich Japan, Australien, Neuseeland, Kanada und weitere Partner in den vergangenen zwei Jahren wiederholt an den philippinischen MMCA beteiligt haben, hat ein Kooperationsgefüge entstehen lassen, das zwar keine formale Allianz darstellt, praktisch jedoch den von Manila angestrebten Effekt erzeugt: Der Streit um philippinische Seegebiete soll nicht länger als bilaterales Problem mit einer übermächtigen Großmacht erscheinen, sondern als Angelegenheit von gemeinsamem Interesse.
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