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RIMPAC 2026: Lateinamerika mit mehr als nur Symbolpräsenz

Marineoffizier in Uniform auf Schiff mit Tablet, Schiffen und U-Boot im Meer im Hintergrund.
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RIMPAC 2026 ist beendet – und für Lateinamerika brachte die 30. Ausgabe des grössten Marine-Manövers der Welt deutlich mehr als nur eine symbolische Teilnahme.

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RIMPAC 2026: Umfang und Kennzahlen

Insgesamt beteiligten sich 30 Nationen mit über 30.000 Angehörigen, 31 Überwasserschiffen, fünf U-Booten und mehr als 190 Luftfahrzeugen in und um die Hawaii-Inseln. Im Rahmen der Übung absolvierten die Kräfte mehr als 500 maritime Übungsereignisse, über 2.400 Flug-Sorties sowie mehr als 5.000 szenariobasierte operative Problemstellungen.

Lateinamerika bei RIMPAC 2026: Teilnehmer und Führungsrollen

Aus der Region waren fünf Staaten vertreten: Chile, Peru, Mexiko, Kolumbien und Guatemala. Zwei von ihnen übernahmen zudem Funktionen in der multinationalen Übungsführung.

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Peru bei RIMPAC 2026: Historisches Kommando und ein U-Boot im Härtetest

Die peruanische Marine stellte erstmals in der Geschichte von RIMPAC den Commander of the Amphibious Task Force (CTAF). Geführt wurde von der Mehrzweck-Landungsplattform BAP Pisco (AMP-156) aus – einem Schiff, das vollständig in der staatlichen Werft SIMA in Callao gebaut wurde.

Mit dabei war zudem die BAP Chipana (SS-34), ein U-Boot des Typs Type 209/1200, das kürzlich seine Mid-Life-Modernisierung abgeschlossen hat und nun seinen ersten hochintensiven Einsatztest gegen erstklassige U-Jagd-Kräfte durchlief.

Der Beitrag Perus reichte darüber hinaus an Land und in die Luft: Peruanische Marineinfanterie übte Stadtkampf gemeinsam mit dem US Marine Corps, während Sea King-Hubschrauber zusammen mit der spanischen Fregatte Álvaro de Bazán im Pazifik operierten.

Chile bei RIMPAC 2026: Drei Jahrzehnte dabei – und ein Platz in der Führung

Die chilenische Marine verzeichnete 30 Jahre ununterbrochene Teilnahme. Diese Serie begann 1996 mit der Leander-Klasse-Fregatte Almirante Lynch (PFG-07) sowie dem U-209-U-Boot Simpson (SS-21). In diesem Jahr entsandte Chile die Type-23-Fregatte Almirante Cochrane (FF-05) unter Kapitän Federico Cavada, die Aufgaben in der U-Jagd, der Luftverteidigung und der maritimen Sicherheitsoperationen übernahm.

Commodore Andres Howard fungierte als Deputy Commander of the Combined Task Force – also auf der zweithöchsten Ebene der Struktur. Er skizzierte die Entwicklung Chiles: von regelmässiger Teilnahme zwischen 1996 und 2010 über eine erste Führungsrolle 2012 als Sea Combat Commander für die Carrier Strike Group bis hin zur Übernahme des maritimen Komponentenkommandos 2018 – dem wichtigsten Posten innerhalb der Übung.

Howard erklärte, RIMPAC sei heute erheblich komplexer, weil auch die Welt komplexer geworden sei: Zu klassischen Marineaufgaben kämen inzwischen Cyber-Operationen, Weltraum und unbemannte Systeme hinzu. Am stärksten gewachsen sei aus seiner Sicht das gegenseitige Vertrauen unter den teilnehmenden Nationen.

Mexiko bei RIMPAC 2026: Das grösste Kontingent der Region

Die mexikanische Marine entsandte 536 Angehörige samt Waffen und taktischer Ausrüstung. Eingeschifft wurde auf dem amphibischen Schiff ARM Usumacinta (A-412) sowie dem hochseetauglichen, weitreichenden Ozean-Patrouillenschiff ARM Juárez (POLA-101), das am 6. Juni mit Zustimmung des Senats von Manzanillo aus in See stach.

Das mexikanische Programm umfasste Feuerunterstützung durch Schiffsgeschütze, Überwasserkriegführung, amphibische Landungsoperationen, Aufklärung durch Spezialkräfte, Ausbildung in urbaner und Dschungel-Kampfführung, Combat Medicine, urbane Suche und Rettung sowie Taucher- und Bergungsaufgaben.

Was die Gesamtbilanz zeigt

Für die fünf beteiligten Marinen der Region bleibt RIMPAC der einzige Rahmen, in dem Plattformen, Besatzungen und Doktrin gemeinsam mit – und auch gegenüber – den leistungsfähigsten Seestreitkräften der Welt erprobt werden, unter Bedingungen, die keine nationale Übung in dieser Form nachbilden kann.

Die nächste Ausgabe ist für 2028 angesetzt; dabei soll der Anteil an humanitärer Hilfe sowie Katastrophenhilfe und -reaktion ausgebaut werden.

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