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Ukrainischer Geheimdienst: Nordkorea stationiert ballistische Raketen-Einheit in Russland

Mann in Militäruniform markiert mit Stift eine Landkarte auf Tisch mit taktischen Plänen und Waffenmodellen.
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Warnung des ukrainischen Nachrichtendienstes

Als weiteres, politisch wie militärisch bedeutsames Signal für die Unterstützung Moskaus hat der ukrainische Nachrichtendienst gemeldet, dass Nordkorea bereits eine Einheit für ballistische Raketen innerhalb Russlands stationiert habe. Mit dieser Einheit solle die seit mehr als vier Jahren laufende Offensive gegen Kiew unterstützt werden. Den Berichten zufolge ist die betreffende Formation mit mindestens sechs Startfahrzeugen sowie einem Bestand von 120 Raketen für den Kampfeinsatz ausgestattet. Erwartet wird, dass dadurch der Druck auf die ohnehin stark beanspruchte ukrainische Luftverteidigung weiter zunimmt.

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Stationierung in Woronesch und bisherige Lieferungen

Die Angaben stammen von Andrii Cherniak, einem Vertreter der Hauptverwaltung für Nachrichtendienste der Ukraine. Er erklärte, Russland habe vorgesehen, die nordkoreanische Einheit in der Oblast Woronesch zu positionieren; die 90 Angehörigen sollten dabei unter dem Dach der 112. Raketenbrigade operieren. Aus seiner Sicht zeigt dies deutlich, wie stark sich die bereits bestehenden und weitreichenden Verbindungen weiter vertiefen - insbesondere seit dem Zeitpunkt, als 2023 die ersten nordkoreanischen Raketen auf russischem Territorium eintrafen. Genannt werden dabei unter anderem die Modelle KN-23 und KN-24, die zu den zuvor bereits gelieferten Tausenden Artilleriegeschossen und den entsandten Soldaten hinzukamen.

Erneuter Einsatz nordkoreanischer Raketen und Folgen

Der ukrainische Nachrichtendienst hob zudem hervor, dass die Verlegung dieser Einheit nahezu zeitgleich mit der erneuten Nutzung nordkoreanischer Raketen durch Russland in seinen Angriffen erfolgt sei - ein Muster, das seit August des vergangenen Jahres nicht mehr beobachtet worden war. Konkret wurde der Einsatz dieses Waffentyps bei einem jüngsten Angriff auf den Ort Radushne registriert; ukrainische Behörden erklärten in diesem Zusammenhang, es seien mindestens fünf Menschen aus derselben Familie getötet worden.

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Technische Verbesserungen, Luftverteidigung und Systeme Patriot/SAMP/T

Ebenfalls erinnerungswürdig ist, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits Ende Juli des vergangenen Jahres internationale Partner darauf hingewiesen hatte, Russland könne durch die Entsendung von rund 30.000 nordkoreanischen Soldaten - zusammen mit unterschiedlichen Waffentypen - zur Verwendung in besetzten Gebieten zusätzlich gestärkt werden. In Übereinstimmung mit Cherniaks Darstellung sagte er, in der Region Woronesch seien Bewegungen festgestellt worden, die Ankunft und Bereitstellung unterstützen sollten. Einer der wesentlichen Gewinne, die Pjöngjang aus der Unterstützung Moskaus ziehe, sei demnach der Erwerb neuer operativer und technischer Kenntnisse.

Im Zusammenhang damit ist auch zu erwähnen, dass Russland nach dem Einsatz nordkoreanischer ballistischer Raketen gegen die Ukraine Verbesserungen an deren Konstruktion ermöglicht hat, um die Leistungsfähigkeit insbesondere in Bezug auf die Treffgenauigkeit zu erhöhen. Genau diese Präzision galt als eine der zentralen Schwächen der gelieferten Exemplare - trotz ihres größeren Formats und ihrer höheren Zerstörungskraft. Das ist umso relevanter, weil Kiew Schwierigkeiten hat, weitere Startgeräte und Munition zu beschaffen, um das Netz der Luftverteidigung zu verstärken, das sich derzeit vor allem auf MIM-104 Patriot und SAMP/T stützt.

In diesem Zusammenhang erklärte der ukrainische Präsident: „(…) Russland hilft Nordkorea dabei zu lernen, wie man Krieg führt, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung in ihrem Einsatz zu sammeln. All das stellt eine Bedrohung für alle in Asien dar, die innerhalb der Reichweite nordkoreanischer Raketen liegen.“ Vor diesem Hintergrund lässt sich festhalten, dass der nordkoreanische Beitrag einen quantitativen Vorteil schafft, der zum ohnehin erheblichen Bestand russischer ballistischer Raketen hinzukommt - und sich durch die Unterstützung Moskaus zugleich in einen qualitativen Vorteil verwandelt.

Unterirdische Produktionsanlage „Fabrik 11. Februar“

Abschließend ist hervorzuheben, dass Nordkorea parallel zu weiteren Raketenlieferungen nach Russland den Bau einer unterirdischen Anlage zur Produktion ballistischer Raketen im Industriekomplex „Fabrik 11. Februar“ offengelegt hat. Wie wir Ende Juli berichteten, zeigen Satellitenbilder einen Komplex mit ungefähren Abmessungen von 65 Metern Länge und 35 Metern Breite sowie einer geschätzten Höhe von zwei oder drei Stockwerken. Errichtet wurde er zwischen Ende 2024 und Februar 2026; anschließend wurde die Anlage mit Erde überdeckt, um den Schutz gegen mögliche Luftangriffe zu erhöhen.

Bilder dienen der Illustration.


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