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Kurz nach der Bestätigung, dass in der Region Woronesch eine weitere Einheit stationiert werden soll, festigt Nordkorea seine Rolle als einer der wichtigsten Unterstützer von Russlands Krieg gegen die Ukraine. Im Gegenzug erhält Pjöngjang wirtschaftliche Hilfe, Erdöl, technisches Know-how zur Verbesserung eigener Waffen sowie Ausbildung für seine Truppen. Zu den Lieferungen zählen unter anderem Tausende Soldaten, Hunderte ballistische Raketen unterschiedlicher Typen und Millionen Artilleriemunition – die wichtigsten Zahlen im Überblick.
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Nordkoreas neue Einheit in Woronesch mit KN-23 und KN-24
Zu der nun gemeldeten Einheit, die Nordkorea nach Woronesch verlegen will, heißt es in Berichten, es handle sich um ein Kontingent von rund 90 Mann. Ausgestattet sein soll es mit etwa 120 ballistischen Raketen KN-23 und KN-24 sowie mit sechs Abschussvorrichtungen, um diese einsetzen zu können. Hinzu kommt eine jüngste Lieferung von ungefähr 40 weiteren Raketen an das russische Arsenal. Diese sollen in den vergangenen Tagen bereits bei Angriffen auf ukrainische Städte genutzt worden sein; bei einem dieser Angriffe starben demnach mindestens fünf Menschen aus derselben Familie, die sich in einem zivilen Gebäude befanden.
Munitionstransporte über Rajin: 64 Fahrten und über 16.000 Container
Die genannten Raketen und Geschosse stellen allerdings nur einen Teil dessen dar, was Nordkorea seit Kriegsbeginn an Russland geliefert haben soll. Wie Reuters gemeinsam mit dem Open Source Center berichtet, wurden zwischen September 2023 und März 2025 insgesamt 64 Fahrten von Schiffen registriert, die von Moskau zum Hafen Rajin entsandt wurden. Das entsprach mehr als 16.000 Containern, die mit Munition beladen gewesen sein sollen.
Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es nicht. Der ukrainische Geheimdienst schätzte den Umfang dieser Unterstützung jedoch auf mehr als 4 Millionen Artilleriegeschosse sowie rund 148 ballistische Raketen; im weiteren Verlauf des Jahres hätten sich diese Mengen nochmals erhöht.
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Nordkoreanische Soldaten und Arbeitskräfte: Woronesch, Kursk und Verluste
Mit Blick auf das Personal aus Nordkorea an der Front in der Ukraine ist hervorzuheben, dass Präsident Volodymyr Zelensky erklärte, Russland bereite sich darauf vor, etwa 30.000 Soldaten aufzunehmen. Als Unterbringungsort seien ausgerechnet die militärischen Anlagen in der Region Woronesch vorgesehen. Sollten sich diese Schätzungen bestätigen, wäre das ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 15.000 Soldaten, die Nordkorea bereits 2024 entsandt habe. Diese Kräfte seien bereits zum Einsatz gekommen, als ukrainische Verbände in die Region Kursk vorgestoßen seien.
Konkret handelte es sich demnach um Einheiten, die an mehreren groß angelegten Bodenangriffen beteiligt waren. Mit den Wochen hätten diese Angriffe jedoch nachgelassen – vor allem wegen der hohen Verluste; besonders ausschlaggebend seien dabei der Drohneneinsatz der ukrainischen Verteidigung sowie die mangelnde Erfahrung der nordkoreanischen Soldaten gewesen.
Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die genannten Truppen infolge der Gefechte nach Angaben inzwischen auf etwa 9.500 Einsatzkräfte geschrumpft seien. Darüber hinaus soll eine erhebliche Zahl nordkoreanischer Arbeiter nach Kursk gebracht worden sein, um Minenräumung sowie Wiederaufbauarbeiten zu übernehmen. Wie viele Personen diese Gruppen umfassen, ist nicht eindeutig bekannt. Ukrainische und südkoreanische Analysten verorten ihre Schätzungen jedoch bei rund 6.000 Personen – gestützt auf Aussagen des damaligen Verteidigungsministers Serguéi Shoigú – darunter Pioniere und Bauarbeiter.
Bilder dienen der Illustration
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