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Zelenski warnt: Nordkorea könnte Russland 30.000 Soldaten und ballistische Raketen liefern

Ukrainischer Präsident erklärt im Sitzungssaal vor Landkarte und Modell einer Rakete strategische Pläne.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor wenigen Stunden, dass die russischen Streitkräfte beträchtliche Verstärkung aus Nordkorea erhalten könnten – sowohl durch die Lieferung neuer ballistischer Raketen als auch durch die Entsendung von 30.000 Soldaten. Der Staatschef betonte, dass die Kampferfahrung und die technische Weiterentwicklung der Fähigkeiten des Regimes in Pjöngjang für sein Land eine ernsthafte Gefahr darstellten – und ebenso für Asien.

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Selenskyjs Warnung zu 30.000 nordkoreanischen Soldaten und ballistischen Raketen

In seiner täglichen Ansprache über soziale Netzwerke erklärte Selenskyj: „…Russland will weitere 30.000 Kräfte aus Nordkorea erhalten. Seit Juni laufen in der russischen Region Woronesch Vorbereitungen, um sie aufzunehmen. Nordkorea bereitet sich ausserdem darauf vor, zusätzliche Startgeräte für ballistische Raketen an Russland zu übergeben…“

Die Entsendung eines neuen Truppenkontingents sowie eines weiteren Pakets nordkoreanischer ballistischer Raketen ist eine Bedrohung, die von unterschiedlichen Akteuren berücksichtigt werden müsse. Denn – so Selenskyj – „…Russland hilft Nordkorea dabei zu lernen, wie man Krieg führt, seine Waffen zu verbessern und reale Kampferfahrung in deren Einsatz zu sammeln. All das ist eine Bedrohung für alle in Asien, die in Reichweite nordkoreanischer Raketen liegen…“, unterstrich der ukrainische Präsident.

Die Unterstützung Nordkoreas – ein von Moskau erwarteter Zusatzschub

Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet, vor allem weil Moskau neue Lieferanten für Waffen und Munition benötigte. In der ersten Phase des Konflikts nach der erneuten Invasion 2022 begann Pjöngjang damit, Zehntausende Artilleriegranaten und Raketen aus eigenen Beständen zu transferieren.

Doch schon bald nahm die Abgabe von Material an Komplexität zu: Sie wurde auf Artilleriesysteme sowie auf ballistische Raketen und Flugabwehrsysteme ausgeweitet. Hintergrund waren die erheblichen Verluste und der erwartete Materialverschleiss, der zunehmend die russischen Streitkräfte belastete.

Die Kooperation erreichte schliesslich ein zuvor kaum erwartetes Niveau. Im Jahr 2024 richteten verschiedene Berichte den Blick auf die Stationierung nordkoreanischer Truppen in Russland. Bestätigt wurde dies gegen Ende desselben Jahres, nachdem es im Oblast Kursk zu den ersten Gefechten zwischen ukrainischen und nordkoreanischen Kräften kam – einschliesslich der Gefangennahme von Soldaten aus dem asiatischen Staat.

Die gescheiterte ukrainische Offensive in Kursk machte nicht nur die Beteiligung nordkoreanischer Truppen an Kampfeinsätzen sichtbar; nach der Stabilisierung der Front wurde ihre Präsenz schliesslich auch offiziell von Moskau und Pjöngjang bestätigt. Westliche Einschätzungen stimmen darin überein, dass der Umfang der nordkoreanischen Entsendung nach Russland bei 12.000 bis 15.000 Soldaten lag – ein Kontingent, das etwa 5.000 Ausfälle durch Tote und Verwundete erlitten haben soll.

Eine latente Bedrohung

Dass sich 30.000 Soldaten aus Nordkorea in von russischen Kräften besetztem Gebiet befinden könnten, stellt für die Ukraine eine fortbestehende Gefahr dar. Würden sie an irgendeinem Frontabschnitt eingesetzt, könnte dies Moskau einen operativen Vorteil verschaffen – mit dem Potenzial, ukrainische Verteidigungslinien zu überrennen.

Obwohl der Einsatz von Drohnen gross angelegte Infanterieangriffe weitgehend beendet hat, haben die russischen Landstreitkräfte zuletzt mehrere Vorstösse mit mechanisierten Einheiten unternommen. Ziel dieser Sondierungen war es, die Verteidigungslinien rund um die Ortschaft Shájove im Oblast Donezk zu durchbrechen.

Auch wenn dieser offensive Versuch mit zahlreichen Verlusten für die russischen Invasionstruppen endete, soll die Aktion die Infiltration von Infanteriegruppen ermöglicht haben. Solche Stossbewegungen, zusätzlich getragen von Hunderten nordkoreanischen Soldaten, könnten dazu beitragen, Verteidigungsstellungen zu destabilisieren und die dort eingesetzten Kräfte zu weiteren Rückzügen sowie zur Abgabe von Gelände zu zwingen.

Zusätzliche Raketen als Verstärker für Angriffe auf kritische Infrastruktur

Parallel dazu würde die Übergabe neuer ballistischer Raketen Russlands Fähigkeit stärken, kritische Infrastruktur aus grosser Entfernung zu treffen – insbesondere in den Monaten vor den kalten Jahreszeiten.

Titelbild: illustrative Darstellung.


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