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Der Zerstörer Kongō bei RIMPAC 2026: Japans Aegis-Schiff im Pazifik

Militärschiff feuert eine Rakete ins Meer, weitere Schiffe und ein Hubschrauber sind im Hintergrund sichtbar.
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Der Zerstörer Kongō der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte gehörte zweifellos zu den prägenden Teilnehmern der multinationalen Übung RIMPAC 2026. Obwohl im jüngsten Marineeinsatz im Pazifik mit mehr als 30 Überwassereinheiten auch modernere und grössere Schiffe vertreten waren, fällt das japanische Schiff immer wieder durch seine charakteristische Silhouette auf, die ihm eine sehr eigene Präsenz verleiht.

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Während RIMPAC 2026 war die Kongō an unterschiedlichen Vorhaben und Programmpunkten beteiligt – darunter eine Formationsfahrt unter Führung des Flugzeugträgers USS Theodore Roosvelt CVN 71 der US Navy, Luftverteidigungsübungen sowie das SINKEX. Bei letzterem schloss sich der japanische Zerstörer der Gruppe an, die das amphibische Angriffsschiff USS Peleliu LHA 5 beschoss – eine bereits ausser Dienst gestellte Einheit der US Navy, die als Zielschiff diente.

Flugabwehrschutz

Im Rahmen der Luftverteidigungssequenz demonstrierte der Zerstörer der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte nicht nur seine Fähigkeit, im Verbund mit anderen verbündeten Schiffen zu operieren, sondern führte auch den Start eines SM-2MR-Flugabwehrraketenflugkörpers durch. Hervorzuheben ist, dass die Kongō – ebenso wie die drei weiteren Schiffe ihrer Klasse – von Beginn an dafür ausgelegt wurde, der Flotte und Japan einen wirkungsvollen Flugabwehrschirm bereitzustellen.

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Die Kongō und ihre Schwesterschiffe verfügen über das Aegis Combat System und sind zudem mit dem Mehrzweckradar AN/SPY-1D ausgerüstet. Dieses System kann gleichzeitig Hunderte Luft- und Oberflächenziele erfassen und verfolgen, verknüpft Sensoren, Radare und Waffen zu einem einheitlichen Gefechtsnetz und ermöglicht so eine automatische sowie koordinierte Reaktion auf mehrere Bedrohungen.

Durch fortlaufende Modernisierungen übernehmen Zerstörer der Kongō-Klasse ausserdem eine Schlüsselrolle im integrierten japanischen System zur Abwehr ballistischer Raketen (BMD). Für diese Aufgabe steht der SM-3 zur Verfügung – ein Flugkörper, dessen Erprobung Ende 2007 begann und der sich als Standard gegenüber der ballistischen Bedrohung etabliert hat.

Einer der Titanen des Pazifiks

Die Kongō erreicht eine Standardverdrängung von rund 7.250 Tonnen und liegt bei voller Beladung bei etwa 9.500 Tonnen. Den Antrieb übernehmen vier Gasturbinen Ishikawajima Harima/ General Electric LM2500 im COGAG-Verbund, die zusammen ungefähr 100.000 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten ermöglichen.

Mit 161 Metern Länge und 21 Metern Breite kann der Zerstörer bis zu 300 Besatzungsangehörige aufnehmen. Eine Besonderheit der Klasse ist das Fehlen eines Hangars, um U-Jagd- oder Mehrzweckhubschrauber dauerhaft an Bord zu stationieren. Hintergrund ist das ursprüngliche Konzept als primär flugabwehrorientierte Plattform, bei dem eigene Drehflüglerkapazitäten nicht im Vordergrund standen.

Die Feuerkraft der Kongō konzentriert sich auf ein Mk 41 Vertical Launching System mit nicht weniger als 90 Zellen, aus denen SM-2MR- und ESSM-Flugabwehrraketen ebenso wie die antiballistischen SM-3 verschossen werden können. Zusätzlich besitzt der Zerstörer durch RUM-139 VL-ASROC-Flugkörper eine Fähigkeit zur U-Boot-Bekämpfung.

Ergänzt wird die raketenbasierte Luftverteidigung durch ein OTO Melara-Geschütz im Kaliber 127 mm, zwei Phalanx-Nahbereichsverteidigungssysteme, RGM-84 Harpoon-Seezielflugkörper sowie Dreifachwerfer für Mark 46- und Mark 70-Torpedos.

Teilnahme am SINKEX

Der Zerstörer Kongō zählte zu den zahlreichen Einheiten, die während RIMPAC 2026 am SINKEX teilnahmen. Dabei führte das japanische Schiff erfolgreich den Start von RGM-84 Harpoon-Flugkörpern durch, die die USS Peleliu trafen. Das amerikanische amphibische Schiff wurde im Verlauf der Übung stark beansprucht – unter anderem durch den Einsatz unbemannter Angriffsboote.

Titelbild: US Navy – Mass Communication Specialist 3rd Class Aaron Haro Gonzalez

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