Zum Inhalt springen

Fuerzas Comando Paraguay 2026: Wettbewerb wird zum multinationalen Spezialkräfte-Training

Vier Soldaten in Tarnuniform laufen über ein Übungsgelände mit Karten und Helmen auf einem Tisch.
  • Militärzone zu Google News hinzufügen: Wenn du uns folgst, erscheinen die neuesten Beiträge von Militärzone direkt in deinem Google-Feed.
  • Dem WhatsApp-Kanal beitreten: Abonniere unseren offiziellen WhatsApp-Kanal und erhalte Nachrichten sofort.

Fuerzas Comando: Vom Sportwettkampf zum multinationalen Spezialkräfte-Training

Der Wettbewerb Fuerzas Comando, der vom US Special Operations Command South organisiert wird, verändert sich schrittweise, aber konsequent: Der bislang stark sportlich geprägte Vergleich soll zunehmend Platz machen für eine multinationale taktische Übung der Spezialkräfte. Die geplanten Aktivitäten zielen darauf ab, Fähigkeiten aufzubauen und zu schärfen – und zugleich die Interoperabilität zwischen den Staaten der Region zu stärken.

Weiterlesen: Peking reagierte auf Japans Weissbuch und kritisierte die Warnungen vor Chinas Streitkräften.

Gemeinsame Bedrohungen als Treiber für Interoperabilität

Trotz unterschiedlicher regionaler Rechtsrahmen gibt es im westlichen Hemisphärenraum einen gemeinsamen Nenner: Viele Länder können ähnliche Bedrohungen identifizieren, die meist grenzüberschreitend agieren und sich in sogenannten Grauzonen bewegen. Genau das gilt als eine der aktuellen Herausforderungen – und als ein Grund, weshalb sich Fuerzas Comando weiterentwickeln wird.

Bestätigt wurde dieser Wandel zuletzt durch den paraguayischen Brigadegeneral Fredy Roberto Oviedo Cáceres, Kommandeur der Tropas Especiales und Generalkoordinator von Fuerzas Comando Paraguay 2026. In einem Interview mit Dialog Amerika erklärte er: „…Die Evolution von Fuerzas Comando spiegelt die Transformation der hemisphärischen Sicherheit wider. Kriminelle Organisationen operieren über Strukturen, die Drogenhandel, Geldwäsche, illegalen Handel, Korruption, Schmuggel und grenzüberschreitende Logistik integrieren, und passen sich schnell an staatlichen Druck an…“

Das ändert sich am Format von Fuerzas Comando

Die bereits umgesetzten Anpassungen – und weitere, die noch folgen sollen – verschieben den Charakter der Veranstaltung weg von der reinen Konkurrenz, wie sie in den letzten Ausgaben besonders ausgeprägt war. Ziel sei es, so Dialog Amerika, „…in Richtung der Stärkung kollektiver Reaktionsfähigkeiten zu gehen. Diese Fähigkeiten basieren auf Interoperabilität, koordinierter Planung und gemeinsamer Vorbereitung – wesentlichen Elementen, um Bedrohungen zu begegnen, die als miteinander vernetzte regionale Strukturen agieren…“.

Das könnte dich auch interessieren - Spezialkräfte aus Argentinien, Belize, Ecuador, den USA, Panama, Peru und der Dominikanischen Republik trainieren bereits im Rahmen der Übung PANAMAX 2026. - Das brasilianische Heer plant Investitionen von R$ 300 Millionen, um die Raketenreserven seiner ASTROS-Systeme wieder aufzufüllen.

Paraguay bereitet sich darauf vor, die Spezialkräfte-Community der Region zu empfangen

Die Ausgabe Fuerzas Comando 2026 schreitet auf mehreren Ebenen voran: In Paraguay als Gastgeberland laufen die Vorbereitungen für den Empfang der regionalen Spezialkräfte-Community, während die beteiligten Streitkräfte parallel weiter an der Ausbildung der Patrouillen arbeiten, die später auf paraguayischem Boden eingesetzt werden.

General Oviedo betonte gegenüber Dialog Amerika: „…Gastgeber von Fuerzas Comando zu sein, ist eine Gelegenheit, regionale Führung zu zeigen, Partnerschaften zu festigen und die Rolle Paraguays in der hemisphärischen Sicherheitskooperation zu konsolidieren… (die Austragung positioniert Paraguay) als einen Akteur, der sich der kooperativen Sicherheit verpflichtet fühlt – angesichts von Bedrohungen, die immer beweglicher und veränderlicher werden…“.

Die Ausgabe 2025 von Fuerzas Comando fand in El Salvador statt. Damals dauerte die Veranstaltung mehr als 10 Tage. In diesem Zeitraum stellten Spezialkräfte-Patrouillen aus mehr als fünfzehn Ländern ihre körperliche und mentale Belastbarkeit unter Beweis – ebenso wie ihre Fertigkeiten im Schiessen mit Pistole, Gewehr und Präzisionsgewehr. Angeführt wurde das Podium vom Team aus Kolumbien, gefolgt von Mexiko; das Gastgeberland belegte Platz drei.

Titelbild illustrativ. Bildnachweis: US Army National Guard – Staff Sgt. Jean Martinez


Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen