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Nordkorea baut unterirdische Fabrik für ballistische Raketen in der Fabrik „11. Februar“

Mann zeigt auf Bildschirm mit 3D-Visualisierung eines Bergtunnels und umliegender Infrastruktur.

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Um die eigenen Streitkräfte sowie die Russlands zu versorgen, errichtet Nordkorea im Industriekomplex der Fabrik „11. Februar“ eine unterirdische Produktionsstätte für ballistische Raketen. Das neue Gebäude, das anhand von Satellitenbildern erkannt wurde, soll zunächst gebaut und anschliessend mit Erde überdeckt worden sein. Dies gilt als Teil einer Reihe von Massnahmen, die kritische Infrastruktur schützen und die Fertigung ballistischer Raketen aufrechterhalten sollen, die im Krieg in der Ukraine eingesetzt werden.

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Satellitenbilder enthüllen neue befestigte Anlage

Laut einer Auswertung von Satellitenaufnahmen entstand die Struktur zwischen Ende 2024 und Februar 2026 innerhalb des Industriekomplexes in Hamhung. Das Gebäude ist rund 65 Meter lang und 35 Meter breit; die Höhe wird auf zwei bis drei Stockwerke geschätzt. Aufbau und Grundriss erinnern an andere nordkoreanische Anlagen zur Waffenproduktion und -montage: eine offenere Zone im Zentrum sowie seitliche Bereiche, die für Büros oder Lagerflächen vorgesehen sein dürften.

Zwischen März und Mai dieses Jahres wurde das Bauwerk jedoch mit Erde bedeckt und in den Hang eines nahegelegenen Berges eingebunden. Diese Lösung unterscheidet sich von den klassischen Schutzwällen, die andere Anlagen des Komplexes umgeben, und deutet auf zusätzliche Vorkehrungen hin: Sie sollen das Risiko unbeabsichtigter Explosionen senken und die Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Luftangriffe erhöhen. Zwar erreicht die Konstruktion nicht das Schutzniveau einer vollständig in einen Berg hineingetriebenen Anlage, doch würde das Konzept die Überlebensfähigkeit deutlich verbessern.

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Raketenproduktion und Ausbau der Kapazitäten

In der Fabrik 11. Februar wird die Kurzstrecken-Boden-Boden-Rakete Hwasong-11 hergestellt – ein System, das von den Streitkräften Russlands und Nordkoreas seit Ende 2013 bei Angriffen gegen die Ukraine eingesetzt worden ist. Aufnahmen, die während Besuchen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un veröffentlicht wurden, deuten zudem darauf hin, dass der Komplex auch Strukturen für Langstreckenraketen sowie Trägerraketen für Raumfahrzeuge (SLVs) fertigen könnte. Damit würde die Bedeutung der Anlage innerhalb der militärischen Industrie des Landes weiter wachsen.

Die Bilder legen ausserdem nahe, dass die zentralen Fertigungslinien weiterhin in unterirdischen Tunneln untergebracht sind, während Endmontage und Komponentenprüfung nach wie vor in oberirdischen Gebäuden stattfinden. Beobachter verweisen auch auf eine weitere grosse Anlage, deren Bau im August 2025 gegenüber den Eingängen der Produktionstunnel begann und seit Ende des vergangenen Jahres nahezu stillsteht. Falls sie fertiggestellt wird, könnte diese Infrastruktur die Montage- und Inspektionskapazitäten für Raketen ausweiten und eine Erhöhung der Produktionsmengen erleichtern.

Ein Umfeld geprägt von militärischer Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang

Das Auftauchen der neuen Anlage fällt in eine Phase, in der sich die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea weiter festigt. Erst vor wenigen Tagen warnte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky, dass Moskau zusätzliche nordkoreanische ballistische Raketen erhalten könnte – ebenso wie die mögliche Entsendung von bis zu 30.000 Soldaten aus dem asiatischen Staat. Nach Darstellung des Präsidenten stellen die bei nordkoreanischen Kräften gewonnenen Erfahrungen sowie die Weiterentwicklung ihrer technischen Fähigkeiten eine Herausforderung sowohl für die Ukraine als auch für die regionale Sicherheit in Asien dar.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich die Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang intensiviert. Zunächst lieferte Nordkorea grosse Mengen an Artilleriemunition und Raketen; später wurde die Unterstützung auf Artilleriesysteme, ballistische Raketen und Luftverteidigungsausrüstung ausgeweitet. Mehrere Berichte verwiesen zudem auf die Stationierung nordkoreanischer Truppen auf russischem Gebiet im Jahr 2024 – ein Umstand, der nach den ersten Gefechten mit ukrainischen Kräften in der Region Kursk und der Gefangennahme nordkoreanischer Soldaten offen zutage trat.

Bilder nur zur Veranschaulichung.


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