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Uruguay und Bolivien treten dem Acordo de Liberalização Aérea Sul-Americana (Alas) bei und übernehmen die 7. Freiheit der Luft

Zwei Personen schütteln sich am Flughafen die Hand, auf dem Tisch stehen Uruguay- und Bolivien-Fahnen und eine Weltkarte.

Am Mittwoch (22.) hat die regionale Integration des Luftverkehrs in Südamerika einen weiteren Schub erhalten: Uruguay und Bolivien haben beim Ministerium für Häfen und Flughäfen (MPor) ihren Beitritt zum Acordo de Liberalização Aérea Sul-Americana (Alas) offiziell gemacht. Damit wächst die Initiative auf sechs beteiligte Staaten an; bereits dabei sind Brasilien, Argentinien, Chile und Paraguay.

Acordo de Liberalização Aérea Sul-Americana (Alas): Beitritt von Uruguay und Bolivien

Alas wurde zu Beginn dieses Monats über eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) von Brasilien, Argentinien, Chile und Paraguay ins Leben gerufen. Der Beitritt weiterer Länder bleibt möglich: Andere südamerikanische Staaten können sich weiterhin anschliessen, um sich an den Gesprächen zur regionalen Integration des Luftverkehrs zu beteiligen.

Arbeitsgruppe: Studien und Vorschläge in den nächsten 12 Monaten

In der ersten Phase sieht das Abkommen die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor. Diese soll in den kommenden 12 Monaten Studien ausarbeiten und Vorschläge vorlegen, die auf eine Angleichung von Regeln sowie auf die Identifikation von Massnahmen zielen, welche die schrittweise Zusammenführung der Märkte für die zivile Luftfahrt in der Region erleichtern.

Die Untersuchungen umfassen unter anderem die betriebliche Sicherheit, die Sicherheit der Zivilluftfahrt, die wirtschaftliche Regulierung, Passagierrechte, Wettbewerb sowie weitere Punkte, die als wesentlich gelten, um spätere Entscheidungen der Unterzeichnerstaaten fachlich zu untermauern.

Bilaterale Abkommen und die 7. Freiheit der Luft

Zusätzlich zum Alas-Beitritt haben Brasilien, Uruguay und Bolivien bilaterale Abkommen unterzeichnet, die nun auch die 7. Freiheit der Luft einschliessen.

Diese Regelung erlaubt es Fluggesellschaften, die von einem Staat benannt werden, internationale Flüge zwischen zwei anderen Staaten durchzuführen, ohne dass der Flug im eigenen Staatsgebiet beginnt oder endet. Praktisch bedeutet das, dass sich die Einsatzmöglichkeiten der Airlines im Rahmen der zwischen den Ländern geschlossenen Luftverkehrsabkommen erweitern.

Nach Angaben des Ministers für Häfen und Flughäfen, Tomé Franca, ist die Initiative ein weiterer Schritt, um die regulatorische Zusammenarbeit in Südamerika auszubauen. „Isso também fortalecerá a integração econômica, social e cultural da América Latina, aproximando nossos povos e tornando nossa região mais competitiva no cenário internacional“, sagte er.

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