Gestern teilte die Russische Botschaft in Indonesien mit, dass ein U-Boot der Klasse Kilo II, eine Korvette sowie Unterstützungseinheiten inzwischen im südostasiatischen Land eingetroffen sind. Der Besuch markiert eine neue Etappe der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Jakarta. Mit dem Eintreffen des Verbandes in der indonesischen Hauptstadt wird eine bilaterale Beziehung unterstrichen, die in den vergangenen Jahren durch operative Kontinuität und eine zunehmende Verteidigungskooperation geprägt war.
Ankunft des russischen Marineverbandes in Jakarta
Laut Erklärung lief eine Abteilung der Pazifikflotte der Russischen Marine im Hafen von Tanjung Priok ein. Zum Verband gehören die Korvette Gromky, das U-Boot Petropavlovsk-Kamchatsky - als Kilo II klassifiziert - sowie das Unterstützungsschiff Andrey Stepanov. Die Begrüssungszeremonie führten Konteradmiral Evgeny N. Myasoedov, stellvertretender Befehlshaber der Kräfte und Mittel im Nordosten der Pazifikflotte, und Brigadegeneral des Marinekorps Dian Suryansyah, stellvertretender Kommandeur des indonesischen Marine-Regionalkommandos III, an. Beide betonten dabei den dauerhaft angelegten Charakter der bilateralen Beziehungen zwischen den Seestreitkräften.
Die beiden Offiziere hoben zudem hervor, wie wichtig ein kontinuierlicher Austausch und regelmässige operative Aktivitäten zwischen der russischen und der indonesischen Marine sind. Ihren Angaben zufolge tragen diese Kontakte dazu bei, die Stabilität im Asien-Pazifik-Raum zu wahren, und festigen Kooperationsmechanismen, zu denen Hafenbesuche, technische Austauschformate sowie Kommunikationsübungen zählen. Am selben Tag besichtigte der russische Botschafter in Indonesien, Sergei Tolchenov, die eingesetzten Einheiten, um deren Fähigkeiten in Augenschein zu nehmen und weitere Vorhaben zu planen.
Programm vor Ort: Treffen, Protokoll und gemeinsame Aktivitäten
Zum Besuchsprogramm gehören Arbeitsbesprechungen, protokollarische Termine und sportliche Aktivitäten zwischen den Besatzungen, wie sie bei dieser Art von Marineeinsatz üblich sind. Nach Abschluss dieser Punkte sollen gemeinsame Übungen stattfinden, die sich auf Manöver sowie die maritime Kommunikation konzentrieren. Der Verband bleibt mehrere Tage in Jakarta und setzt danach seinen operativen Reiseplan fort.
Hintergrund der Zusammenarbeit zwischen Russland und Indonesien
Die Vertiefung der aktuellen Zusammenarbeit knüpft an jüngere Vorläufer an, darunter die Übungen Orruda 2024, die vom 4. bis 8. November jenes Jahres in Surabaya und in der Java-See abgehalten wurden. Die Manöver umfassten eine Hafen- und eine Seephase und waren die ersten bilateralen Übungen dieser Art seit Indonesiens Unabhängigkeit vor 79 Jahren. An den Aktivitäten beteiligten sich mehrere russische Korvetten sowie das Unterstützungsschiff Pechenga, was eine ausgeweitete Koordination sowohl in taktischen als auch in logistischen Bereichen verdeutlichte.
Auch in anderen Teilbereichen gab es bedeutende Ausprägungen der Verteidigungsbeziehung, etwa in der Militärluftfahrt. 2019 bestätigte eine Quelle in Jakarta gegenüber der Agentur Interfax, dass Russland und Indonesien nach nahezu vierjährigen Verhandlungen eine Vereinbarung über den Verkauf von 11 Kampfjets des Typs Su-35 erzielt hätten. Demnach sollte der Vertrag im Umfang von 1,1 Milliarden US-Dollar teilweise über ein Kompensationssystem abgewickelt werden, das unter anderem den Austausch von Palmöl, Kautschuk und weiteren indonesischen Produkten vorsah, wie aus Informationen mit Nähe zu Rosoboronexport hervorging.
Mit dem aktuellen Eintreffen des Kilo-II-U-Bootes und der Korvette Gromky in Jakarta wird diese Linie einer anhaltenden Kooperation zwischen beiden Staaten fortgeführt. Der russische Marinebesuch verstärkt zugleich die Präsenz der Pazifikflotte in Südostasien und ermöglicht es Indonesien, sein Netz strategischer Ansprechpartner zu erweitern. Parallel halten beide Regierungen an ihrem Interesse fest, gemeinsame Initiativen voranzutreiben, die auf maritime Sicherheit und technologischen Austausch im maritimen Bereich zielen.
Bilder: Russische Botschaft in Indonesien.
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