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52. Ausgabe der Operation BRACOLPER: Brasilien, Kolumbien und Peru üben im Amazonasgebiet

Boot mit Soldaten auf einem Fluss, umgeben von dichtem tropischem Regenwald bei Tageslicht.
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Einsatzrahmen und Ziele der Operation BRACOLPER

Die Marinen von Brasilien, Kolumbien und Peru führen die 52. Ausgabe der Operation BRACOLPER durch – die älteste multinationale Flussübung im Amazonasraum. In diesem Jahr ist ein Einsatz von rund 70 Tagen vorgesehen, verbunden mit einer Fahrtstrecke von mehr als 5.563 Kilometern über die Flüsse Putumayo, Amazonas, Solimões, Negro und Nanay. Die Aktivität, die am 18. Juli begonnen hat, soll vor allem die Interoperabilität der drei Seestreitkräfte ausbauen und die Zusammenarbeit gegen transnationale Bedrohungen in der Amazonien-Region stärken.

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Eingesetzte Kräfte der Marinen

Brasilien ist über das Kommando des 9. Marinebezirks beteiligt und entsendet die Flusspatrouillenboote Raposo Tavares und Amapá, das Hospital- und Unterstützungsschiff Soares de Meirelles, ein Luftfahrzeug des 1. Hubschraubergeschwaders für allgemeine Verwendung Nordwest (EsqdHU-91) sowie ein Detachement des 1. Bataillons für Flussoperationen.

Kolumbien bringt unter anderem das Flusspatrouillenboot ARC Reyes ein. Die Kriegsmarine Perus nimmt mit der BAP Castilla und dem Hospitalschiff Río Yavarí teil. Zusammen entsteht damit eine multinationale Formation, die in einem der anspruchsvollsten Flussumfelder des Kontinents integriert operieren kann.

Ablauf in drei Phasen: Leticia, Iquitos und Manaus

Die Übung ist in drei Phasen gegliedert und umfasst die Städte Leticia (Kolumbien), Iquitos (Peru) und Manaus (Brasilien). In der ersten Etappe standen Trainings zur Reaktion auf Naturkatastrophen und Einsätze der humanitären Hilfe für indigene und flussnahe Gemeinschaften im Mittelpunkt. Zusätzlich nahmen die Kontingente an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag Kolumbiens teil.

Während der anschliessenden Fahrt in Richtung peruanisches Territorium führten die Einheiten Übungen zu Signal-Kommunikation, Verfahren der Besuchs- und Inspektionsgruppen (GVI) sowie Ausbildungen zur Bewältigung asymmetrischer Bedrohungen durch – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Marinen weiter zu festigen.

Iquitos: Flussangriff und erstmals erweiterte Flussinterdiktion

In Iquitos war der Kern der zweiten Phase ein Flussangriffs-Manöver, das den Einsatz von Marineinfanteriekräften in einem ufernahen Umfeld nachstellte. Darüber hinaus setzte BRACOLPER 2026 einen Meilenstein: Zum ersten Mal wurde ein Erweitertes Flussinterdiktions-Training durchgeführt. Dabei liess sich ein Angehöriger der brasilianischen Marine per Winde aus einem brasilianischen Hubschrauber auf ein Schiff der Kriegsmarine Perus ab – ein sichtbarer Beleg für den hohen Integrationsgrad beider Kräfte in kombinierten Operationen.

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Bedeutung der Operation BRACOLPER seit 1974

Die Operation BRACOLPER, die 1974 ins Leben gerufen wurde, gilt inzwischen als zentrales Instrument der maritimen Zusammenarbeit im Amazonasraum zwischen Brasilien, Kolumbien und Peru. Über die militärische Ausbildung hinaus zielt die Übung darauf ab, die gemeinsame Reaktionsfähigkeit auf Herausforderungen wie Drogenhandel, illegale Rohstoffgewinnung, transnationale organisierte Kriminalität, den Umgang mit Notlagen sowie die Unterstützung isolierter Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Gleichzeitig trägt sie zur Stärkung der Sicherheit im Dreiländereck, der Freiheit der Navigation und der staatlichen Präsenz in einer der strategisch bedeutendsten Grossregionen Südamerikas bei. Damit unterstreicht auch die Ausgabe 2026 erneut den wachsenden Stellenwert der Interoperabilität amazonischer Seestreitkräfte – sowohl bei sicherheitsbezogenen Bedrohungen als auch bei humanitären Missionen.

Bildnachweis: Marinha do Brasil

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