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Pakistanische Marine: Erste Hangor-Klasse-U-Boote aus China sollen 2026 zulaufen

Ein Marineoffizier und Werftarbeiter schütteln sich vor U-Booten am Hafen die Hand.
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Die Pakistanische Marine plant, 2026 die ersten U-Boote der Hangor-Klasse in Dienst zu stellen, die im Rahmen eines Kooperationsprogramms mit China entstehen. Das bestätigte Admiral Naveed Ashraf, Chef des pakistanischen Marine-Stabes, in einem Interview mit der Global Times. Er betonte, das Vorhaben „kommt zufriedenstellend voran“ und die jüngste Stapellauf-Zeremonie für das zweite und dritte Boot in chinesischen Werften sei „ein wichtiger Meilenstein in der maritimen Zusammenarbeit zwischen China und Pakistan“.

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Programm Hangor-Klasse: Vertrag, Bauaufteilung und Zeitplan

Der Vertrag über den Bau von acht konventionellen U-Booten wurde 2015 unterzeichnet. Vereinbarungsgemäß werden die ersten vier Einheiten in China durch die Werft Wuchang Shipbuilding Industry Group Company Ltd. gefertigt, die in Wuhan liegt. Die übrigen vier Boote sollen in Pakistan bei Karachi Shipyard & Engineering Works Ltd. entstehen – unterstützt durch ein Programm zum Technologietransfer.

Mit dem Vorhaben soll die bestehende U-Boot-Flotte der Agosta-Klasse ersetzt werden, die zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren in die Flotte aufgenommen wurde. Die neuen Einheiten, die auf dem chinesischen Entwurf Typ 039B basieren, sollen höhere Fähigkeiten für Angriff und verdeckte Operationen liefern und damit die pakistanische Seeverteidigung stärken.

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Stapelläufe in Wuhan und erwartete Indienststellung ab 2026

Im August 2025 meldete die Pakistanische Marine den Stapellauf des dritten U-Boots der Hangor-Klasse während einer Zeremonie in Wuhan in der Provinz Hubei. An der Veranstaltung nahm Vizeadmiral Abdul Samad teil, stellvertretender Leiter des Projekts 2 im Marine-Stab Pakistans. Er hob hervor, diese Boote „geben der Marine eine grundlegende Fähigkeit, das regionale Machtgleichgewicht zu wahren“, und dankte China für den „stetigen Fortschritt“ beim Bau des Programms.

Nach dem bilateralen Zeitplan soll Pakistan alle acht Einheiten zwischen 2022 und 2028 erhalten. Das erste Boot lief im April 2024 vom Stapel, die beiden folgenden im Verlauf von 2025. Die erste Serie von U-Booten, die auf pakistanischem Staatsgebiet gebaut wird, soll voraussichtlich Mitte 2026 in Dienst gestellt werden.

Technologietransfer und Ausbau lokaler Fähigkeiten in Karachi

Admiral Ashraf erklärte, das Hangor-Programm „stärkt nicht nur die U-Boot-Fähigkeiten“ seines Landes, sondern fördere durch die Technologieübertragung auch die Selbstständigkeit sowie den Aufbau lokaler Kompetenzen bei Karachi Shipyard & Engineering Works. „Dieses Projekt spiegelt den Professionalismus und die enge Zusammenarbeit bei maritimer Ausrüstung zwischen China und Pakistan wider“, sagte er.

Weitere gemeinsame Vorhaben: Typ 054A/P, Sea Guardians und künftige Technologien

Neben dem Hangor-Programm verwies Ashraf auf Fortschritte bei weiteren gemeinsamen Projekten – etwa bei den Fregatten Typ 054A/P, die in der Pakistanischen Marine bereits im Einsatz sind. Laut dem Marinechef zählen diese Schiffe „zu den modernsten Überwasserkampfschiffen“ und hätten die Flottenfähigkeiten bei Luftverteidigung, U-Boot-Abwehr und maritimer Überwachung verbessert.

Beide Marinen pflegen zudem eine enge Zusammenarbeit durch gemeinsame Übungen wie die Reihe Sea Guardians. Diese konzentriert sich auf Terrorismusbekämpfung, Anti-Piraterie-Operationen, Versorgung auf See sowie Suche und Rettung. „Diese Aktivitäten zeigen unseren gemeinsamen Willen, Frieden, Stabilität und die Freiheit der Navigation in der Region zu fördern“, erklärte Ashraf.

Mit Blick auf die weitere Kooperation betonte der Admiral, die Beziehung beider Marinen gründe auf „Freundschaft, gegenseitigem Respekt, Vertrauen und gemeinsamen strategischen Interessen“. In den kommenden Jahren sei eine Ausweitung in Richtung Interoperabilität, gemeinsame Forschung und die Entwicklung fortschrittlicher Technologien zu erwarten – darunter unbemannte Systeme und Künstliche Intelligenz.

China ist ein verlässlicher Partner im Modernisierungsprozess der Pakistanischen Marine gewesen“, sagte Ashraf. Die Einführung der neuen Fregatten und U-Boote „hat die operative Reichweite, die multidomänenfähigen Kampffähigkeiten und die Abschreckungshaltung“ seines Landes spürbar verbessert.

Bilder dienen der Illustration.

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