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Deutschland entdeckt 43 Millionen Tonnen LCE in Sachsen-Anhalt: Neptune Energy treibt Altmark-Lithium voran

Mann mit Helm und Sicherheitsjacke untersucht Bodenprobe neben Messgerät und Laptop auf Feld vor Windrädern.

Fund und Einordnung der Lithium-Reserve in Sachsen-Anhalt

In einer Phase, in der weltweit um den Zugriff auf Lithium als entscheidenden Rohstoff der Energiewende gerungen wird, kann Deutschland mit einem unerwarteten Vorteil aufwarten: Im Norden von Sachsen-Anhalt wurde ein Vorkommen mit 43 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) identifiziert. Damit rückt das Land in die Gruppe der weltweit grössten Inhaber dieses strategisch wichtigen Rohstoffs.

Validierung der Ressource nach CIM/NI 43-101

Die nun bekannt gemachte Entdeckung wurde im August 2025 von Sproule ERCE bestätigt, einem international tätigen Beratungsunternehmen, das auf die Bewertung natürlicher Ressourcen spezialisiert ist. Die Prüfung erfolgte nach dem technischen Standard CIM/NI43-101, der global für seine Verlässlichkeit und Transparenz bei der Zertifizierung von Mineralressourcen anerkannt ist.

Projekt Altmark: Neptune Energy und direkte Lithium-Extraktion (DLE)

Das Lagerstättenpotenzial wurde im Rahmen des Lithium-Gewinnungsprojekts von Neptune Energy in der Altmark ermittelt, das sich derzeit in einer Pilotphase befindet (2024–2028). Das Unternehmen setzt dabei auf ein innovatives, umweltverantwortliches Verfahren der direkten Lithium-Extraktion (DLE) aus Tiefenwässern – ohne Tagebau.

Auswirkungen auf die Automobilindustrie

Für die europäische Automobilbranche, die für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge stark auf Lithium angewiesen ist, bedeutet der Fund einen strategischen Schritt nach vorn. Mit dieser Reserve könnte Deutschland seine Importabhängigkeit deutlich verringern und zugleich die Energie- und Industriesicherheit in der Region stärken.

„Lithium ist ein strategischer Rohstoff für mehrere Industrien, vor allem für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen eingesetzt werden. Derzeit ist Deutschland stark von Importen von Lithium und daraus abgeleiteten Produkten abhängig. Die von Neptune Energy in der Altmark geplante Förderung könnte die europäische Versorgungssicherheit stärken, indem sie die inländische Produktion fördert und die Anfälligkeit für geopolitische Risiken verringert“, heisst es in einer Mitteilung.

Nach Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) könnte die weltweite Lithium-Nachfrage bis 2035 – je nach Szenario – um 240% bis 490% steigen. Das unterstreicht die Bedeutung dieser Entdeckung für die Zukunft der Elektromobilität und die europäische Energiewende zusätzlich.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Laut der Beratung IW Consult könnte der volkswirtschaftliche Effekt – sofern das Vorhaben eine Jahresproduktion von bis zu 25.000 Tonnen Lithium erreicht – zwischen 2025 und 2042 insgesamt 6,4 Milliarden Euro betragen. Rund 67,4% dieses Werts würden in der Altmark entstehen; dort könnte das regionale Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt um 2% pro Jahr zulegen.

„Auch wenn wir uns noch in der Entwicklungsphase des Projekts befinden, zeigen die sozioökonomischen Kennzahlen sehr deutlich das Potenzial, das die Lithiumproduktion in den kommenden Jahrzehnten bringen wird. Es kann erhebliche positive Effekte für die Altmark und darüber hinaus geben“, sagte Andreas Scheck, Geschäftsführer von Neptune Energy.

Darüber hinaus rechnet das Projekt mit der Schaffung von 1.500 Arbeitsplätzen pro Jahr, mit direkten und indirekten Impulsen für Bereiche wie Energie, Technologie, Transport und Dienstleistungen.


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